Definition Phytotherapie

Phytotherapie ist die Heilung, Linderung und Vorbeugung von Krankheiten und Beschwerden durch Arzneipflanzen, durch deren Teile wie Blüten, Wurzeln oder Blätter, durch Pflanzenbestandteile wie ätherische Öle oder durch Zubereitungen aus Arzneipflanzen (Phytopharmaka) wie Trockenextrakte, Tinkturen oder Presssäfte.

Im medizinischen Verständnis von Gesundheit und Krankheit basiert sie ohne Einschränkungen auf der (natur-)wissenschaftlichen Medizin, sie hat also keine eigenen Theorien oder Lehren hinsichtlich des menschlichen Körpers (Anatomie, Histologie), seiner Funktionsweise (Physiologie, Biochemie), der Entstehung und Erkennung von Krankheiten (Pathologie, Pathophysiologie, Pathobiochemie, Diagnostik) und der Art und Weise, wie Wirkstoffe Körperfunktionen beeinflussen (Pharmakologie, Toxikologie).

Der Zusammenhang von Dosis und Wirkung wird in der Phytotherapie als pharmakologisch charakterisierbar aufgefasst*.

In Deutschland wurde die moderne Phytotherapie bekannt durch das Gründungsmitglied der GPT Prof. Dr. Rudolf Fritz Weiß, der das erste Lehrbuch für Phytotherapie herausgab, und wird im Arzneimittelgesetz als Therapierichtung genannt.

*Kraft K., März R.: Die wissenschaftliche Basis der Phytotherapie; Zeitschrift für Phytotherapie 2006; 27: 279–283

Quelle: Gesellschaft für Phytotherapie e.V.:  > Definition Phytotherapie


Film zur (industriellen) Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln (Phytopharmaka)

von der "Kooperation Phytopharmaka": > Hier


Pflanzliche Arzneimittel versus Nahrungsergänzungsmittel mit pflanzlichen Inhaltsstofffen.

Abgrenzung, Zusammenfassung und Empfehlungen der "Kooperation Phytopharmaka": > Hier